Wieder unterwegs

Nach neun mehr oder weniger entspannenden Tagen am Bodensee, (mehr entspannend weil wenig körperliche Belastung, viel Schlaf und Unterhaltung; weniger entspannend weil wenig frische Luft und, im Vergleich zu den Wochen vorher, wenig Freiraum und Zeit für mich), bin ich nun regeneriert und fit und ziehe durch die Schweiz. Etappen-Ziel ist Genf, das werden etwa 20 Tagesetappen sein.

Gepäck aktualisiert

Aussortiert habe ich vor meinem Start in die Schweiz: Das schwere Tagebuch, die schwere Kamera, den kalten, kurzen Rock und den Reiseführer nach Bregenz, neu dazu gekommen sind Skiklamotten, eine warme Mütze, Schal und ein leichtes Tagebuch.

Rorschach – St. Gallen

Gestern Abend habe ich in Rorschach geschlafen. In einer Herberge namens „Rorschachhof“. Der Herbergsvater (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigem Youtubeclip) gab mir Rabatt, weil Pilger, überschüttete mich mit Proviant, weil Pilger, und versprach mir ein Taschenmesser, wenn ich bis Santiago durchhalte.

Leider hat die Herberge Kabelanschluss auf dem Zimmer. So fing ich um 18 Uhr mit MTV-Masters an, guckte die Tagesschau, Tatort, James Bond – die Welt ist nicht genug (alberner Film im Vergleich zu Fosters neuem Meisterwerk und Ford-Werbefilm) und die Insel, zwischendurch immerwieder auf der Suche nach nackter Haut, und kam schliesslich um 4 Uhr zu Schlaf.

Aufstehen wollte ich enstsprechend nicht und erst nach einem ausgiebigem Frühstück im Hotel/Café Mozart war ich Fit genug um meine mikrigen 15 km nach St. Gallen anzutreten.

Das Schwitzen, die Sonne, die Anstrengung, die lächelnden „Grüazie“s, die frische Luft, die Zunge des Kalbes an meiner Hand – endlich wieder Draussen! – haben mich richtig froh gemacht.

Jetzt sitz ich am Computer in der Jugendherberge und warte auf die Antwortmail meiner heutigen Couch. Leider ist mein iPhone nicht mehr Schweiz-fähig, zumindest nicht was das Internet angeht, weshalb ich auf diesen beschissenen Kiosk-Computer zurückgreifen muss. Daher heute auch keine Bilder. Die kommen hoffentlich noch.

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2 Antworten to “Wieder unterwegs”

  1. henning Says:

    endlich wieder ein lebenszeichen… schön zu hören dass es dir gut geht. rrr… 😉 lg

  2. Sex und der Jakobsweg « WaldorfPatriot.blog Says:

    […] Und das ist das Problem: durch dieses veraltete Rollenbild habe ich mich wohl so konditioniert, dass mein Körper denkt: “hier kriege ich schnell und (meist) unkompliziert eine kleine Portion Liebe, garniert mit Bestätigung und als Nachtisch einen Orgasmus.” So denke ich an Sex wenn ich im Wald die Liebe zur Natur spüre. Ich denke an Sex wenn ich einsam bin. Und ich denke an Sex wenn ich unausgelastet bin. […]

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